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Zitat von Virginia Satyr
Ich bin hier, weil es letztlich kein entrinnen vor mir selbst gibt. Solange ich mir nicht selbst in den Augen und Herzen meiner Mitmenschen begegne, bin ich auf der Flucht. Solange ich nicht zulasse, dass meine Mitmenschen an meinem Innersten teilhaben, gibt es für mich keine Geborgenheit. Solange ich mich fürchte, durchschaut zu werden, kann ich weder mich selbst noch andere erkennen.
Ich werde allein sein.
Wo kann ich endlich einen Spiegel finden, wenn nicht in meinem Nächsten? Hier in der Gemeinschaft kann ich mir erst richtig klar darüber werden und mich nicht mehr als den Riesen meiner Träume, oder als Zwerg meiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden kann ich Wurzeln schlagen und wachsen: nicht mehr allein
wie im Tod
sondern lebendig ein Mensch unter Menschen.
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